One of the Tucholsky Lieder composed by Eisler at Ernst Busch's request in the late 1950s, "Ideal and Reality" is a sarcastic commentary on the disappointment of revolutionary hopes in the Weimar Republic but could also be easily interpreted as Eisler's comment on the hopes raised and then disappointed by "real socialism" in the GDR.
In stiller Nacht und monogamen Betten
denkst du dir aus, was dir am Leben fehlt.
Die Nerven knistern. Wenn wir das doch hätten,
was uns, weil es nicht da ist, leise quält.
Du präparierst dir im Gedankengange
das, was du willstund nachher kriegst das nie.
Man möchte immer eine große Lange,
und dann bekommt man eine kleine Dicke:
C'est la vie!
Sie muß sich wie in einem Kugellager
in ihren Hüften biegen, groß und blond.
Ein Pfund zu wenigund sie wäre mager,
wer je in diesen Haaren sich gesonnt.
Nachher erliegst du dem verfluchten Hange,
der Eile und der Phantasie.
Man möchte immer eine große Lange,
und dann bekommt man eine kleine Dicke:
Ssälawih!
Man möchte eine helle Pfeife kaufen
Und kauft die dunkleandere sind nicht da.
Man möchte jeden Morgen dauerlaufen
und tut es nicht. Beinah... beinah...
Wir dachten unter kaiserlichem Zwange
an eine Republik ... und nun ists die!
Man möchte immer eine große Lange,
und dann bekommt man eine kleine Dicke:
Ssälawih!
Music sample © 1998 BMG Classics.